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Gerhard Langenfeld
schwarzlichtfarbraum

11.08.2021 - 11.09.2021
 

„schwarzlichtfarbraum“, welch ein Neologismus könnte das aktuelle malerische Geschehen von Gerhard Langenfeld prägnanter zusammenfassen? Schwarz als Farbe, Schwarz als Licht, Schwarz als Raum…..

„Schwarz“ war schon immer das zentrale Thema von Gerhard Langenfeld, gedanklich und historisch verwurzelt mit den großen Vorbildern der „Black Paintings“ wie Kasemir Malewitsch und Ad Reinhardt und doch zunehmend mit einer sich klarer abzeichnenden Demarkation zur Philosophie der reinen Schwarzfeldmalerei. Lange hat Gerhard Langenfeld mit reinen Schwarztönen experimentiert und diese in unterschiedlichen Tonalitäten teils wissenschaftlich analytisch, teils emotional in neben- und übereinanderliegenden Farbfeldern mit und gegeneinander arbeiten lassen, bis das Aufbringen erster zarter Nuancen von silbrig oder bronzenen Metallpartikeln in strahlenförmiger Anordnung zu einer schärfen räumlichen Segmentierung der Schwarzfelder führte. Diese mit Zurückhaltung und Bedacht gesetzten und sich kontinuierlich aus dem Schwarz entwickelnden Segmentierungen sind in den aktuellen Arbeiten von Gerhard Langefeld selbstbewußt ausgewählten und strahlenden Buntfarben gewichen. Diese werden vorrangig rahmenartig um Schwarzfelder angeordnet. In dieser diametralen Kontrastierung provoziert Langenfeld einen inversen Rahmeneffekt. Nutzt man üblicherweise einen schwarzen Rahmen zur Hervorhebung des mittig gelegenen farbigen Bildes, so gelingt es Langenfeld in umgekehrter Weise durch rahmenartige Setzung von bis hin zu schrillen Leuchtfarben reichenden Farbtönen das tiefschwarze Zentrum in seiner Schwarzintensität, Tiefenwirkung und Räumlichkeit beeindruckend zu verstärken. Es entsteht das faszinierende Gefühl von diesem Schwarzraum ins Unendliche aufgesogen zu werden. 

Die primär durch reine Kontrastverstärkung evozierte Tiefenwirkung greift eine der ältesten Fragen der illusionistischen Malerei auf, nämlich die Entwicklung eines Bildraumes auf der zweidimensionalen Fläche der Leinwand. Wie Langenfeld diese Frage bearbeitet, ist nicht nur innovativ, sondern führt zum Entstehen ästhetisch hoch ansprechende Arbeiten, welche dem Topos der Black Paintings einen zeitgenössischen Effet verleihen.
 

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Florian Donnerstag   HATS AND SPIDER APPS
30.06.2021 - 08.08.2021

Intermezzo vom 16.07.-25.07.2021 mit der Jahresausstellung der Klasse Pia Fries

Die Braun-Falco Galerie freut sich, mit „Hats and Spider Apps“ die erste Einzelausstellung des Künstlers Florian Donnerstag ihrem Publikum präsentieren zu dürfen.
Seit 2017 studiert Florian Donnerstag in der Klasse von Prof. Markus Oehlen an der ADBK München. Seine Kompositionen zeichnen sich aus durch das gleichzeitige Nebeneinander von zahlreichen Einzelmotiven, die Donnerstag gekonnt zu einem größeren Gemeinsamen zusammenfügt. Technisch und stilistisch in sich durchaus verschieden, werden diese Bildfragmente von Donnerstag zu komplexen Bildwelten verwoben, in denen man nach einem narrativen Zusammenhang sucht. Auf den ersten Blick wirken diese dynamisch, vibrieren fast vor Spannung oder gar Unruhe und selbst der rohe, ungrundierte Malgrund trägt zu diesem Eindruck bei. Wie Farbflächen bei einem All-Over-Painting reihen sich die einzelnen Motive auf der Leinwand aneinander, ohne eine konkrete Leserichtung vorzugeben. Dies wirkt beinahe überfordernd auf den Betrachter, doch gerade mit dieser Herausforderung spielt Florian Donnerstag. Einerseits, gelingt es ihm, die eigene Rolle als „Bildgestalter“ zu reflektieren, andererseits liefert er dem Betrachter ein Spiegelbild unserer unruhigen und bewegten Gegenwart: Bis zur Gleichzeitigkeit beschleunigte Bild- und Sinneseindrücke durch Social Media finden sich in seinen Arbeiten ebenso wieder, wie die immer schnellere, alltägliche Bilder- oder Nachrichtenflut.
Dieses gleichzeitige Nebeneinander unterschiedlicher Bildeindrücke sowie die Suche nach dem eigenen Stand-punkt in unserer rasant sich ändernden Gegenwart sind Themen, die Florian Donnerstag in seinen Werken be-arbeitet. Mit Brüchen und Asymmetrien, geprägt von Unruhe, dramatischen Momenten aber auch feinem Humor entstehen so  äußerst spannungsvolle und zugleich ästhetisch ansprechende Gemälde. Die Komplexität und Detailvielfalt seiner Arbeiten will einen Kontrapunkt setzten zur sekunden schnellen und oberflächigen Verarbeitung von Bildereindrücken. Nur wer sich mit den Arbeiten bewußt  auseinandersetzt, wird deren beständige Athmosphäre erspüren. Und genau darin liegt ihre Stärke. 

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Franz Hitzler - MENSCHEN
26.05.2021 - 2606.2021

Eine Übersichtsausstellung über das bildhauerisches Werk
 

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